Straßenköter

Er war ein oider Straßenköter,

den's oiwei dorthi ziagt,

wo's eighoazt is schee warm,

und wo ma wos zum Frssn kriagt.

Sie woit eahm bloß mitnehma

für maximal oa Nocht,

doch inzwischn hot der Hund

a hoibats Johr bei ihr vabrocht.

Obwohl sie geistig geschult is,

konn sie sich des net erklärn,

er kimmt, wenn er wui und geht, wann er mog,

und trotzdem mog's n gern.

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Sie sogt, des is beziehungstaktisch völlig unerklärlich,

doch er druckt sie nur und sogt, hey, is doch wurscht,

denn es is herrlich.

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Sie muaß se wundern,

kimmt aus dem Wundern nimmer raus.

Sie steht doch mehr auf Katzen,

doch iatz hots an Hund im Haus.

Und überhaupt is sie prinzipiell

mehr auf Single eigestellt gwen,

auf oamoi is sie jetzt zu zwoat,

erstaunlich, ein Phänomen!

Moi is er do, moi is er furt,

doch oiwei knuddlig, ja so ein Wunder,

und irgendwann, do merkt sie, hoit ! I werd ja rund und runder.

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Sie sogt, des is mir psychologisch total unerklärlich,

doch er druckt sie nur und sogt, kimm, ganz egal,

es is doch herrlich.

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Diese Esoterikzuchtl, de auf sich selbst nur obgfahrn is,

de hot der Straßenköter gnomma, und zwar locker und präzis.

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Sie sogt, des is mir astrologisch   total unerklärlich,

doch er druckt sie nur und sogt, hey, ganz egal,

es is doch herrlich.

Text und Musik: Ringsgwandl

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